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Besondere Bilder

... gibt es derzeit im Lichthof des Dresdner Rathauses zu sehen. Die Ausstellung ist ein Projekt vom Lamettanest, nennt sich Dresdner Porträts - Barrieren brechen, Facetten leuchten lassen und zeigt künstlerisch inszenierte Photographien (hier ist die alterthümliche Schreibweise unabdingbar) von Menschen mit Behinderungen. Die Modelle durften ihre eigenen Vorstellungen umsetzen lassen.

Ich mache gern ein bißchen Werbung dafür. Ich hatte das Glück, bei der Vernissage dabeizusein, die Porträtierten zu sehen und ihre Freude an den Bildern. Als hätte sich mir ein Tor zu einer unbekannten Dimension dieser Welt geöffnet.

Hier kann man einige der Bilder auch online anschauen - die Versionen im Rathaus sind allerdings s/w. Noch bis zum 26. Juni - Herr Bardamu, ich schlage Ihnen vor, den Sonnenstein zugunsten eines Ausfluges in die Provinzhauptstadt hintanzustellen. Wobei - die Öffnungszeiten des Rathauses sind wahrscheinlich eher hinderlich.
7.6.10 15:43


4.6.10 21:02


Zweites Frühstück bei Starbucks

Der Wecker klingelte heute um 5.45 Uhr; da lagen die Männer noch friedlich schnarchend im Bett. Punkt sieben habe ich das Haus verlassen; eine dreiviertel Stunde später war ein (erneuter) Termin auf dem Arbeitsamt. Diesmal in entspannter Atmosphäre, nicht direkt freundlich, aber die Abwesenheit von Beleidigungen und Streß kann man beinahe so deuten.
Danach schnell zur SAB, um die fehlenden Unterlagen abzugeben. Ich werde Unternehmerin.

Jetzt sitze ich auf der Prager Straße, mit Cappuccino und Croissant. Und Laptop - schon voll geschäftsmäßig. Nur die Businesskleidung fehlt noch. Aber: Arbeiten ist das natürlich nicht.
4.6.10 09:20


Schnaps!

Unerfreulicher Besuch auf dem Arbeitsamt. Egal, was man von denen dort möchte - und sei es nur ein Negativbescheid: Man wird gegängelt, angeherrscht, es wird gedroht und sich aufgeplustert ... und zwar vom ersten Satz an.
Das hat mir den Vormittag verdorben.
3.6.10 21:45


Mittagspause

Die Sonne tut gut.

Wir - Fritzchen und ich - haben den ganzen Vormittag über den Balkon bearbeitet. Er hat überall Blumenerde verteilt, und ich habe sie wieder zusammengekehrt.

Jetzt schläft er, schon seit einer Stunde. Das heißt, er wird bald aufwachen. Vermutlich. Ich wäre gern bei ihm liegengeblieben, aber ich konnte nicht einschlafen. Die Sonne ist schuld, glaube ich.

Es ist schön, außerhalb der Welt zu leben, aber es ist nur eine Illusion. Zumindest in meinem Alter. Mit Fritz zusammen muß ich mich um nichts weiter kümmern als um Bauklötzchen und Bilderbücher, und das ist verführerisch.
19.3.10 13:29


Erde und Erde

Frühling. Alles riecht so frisch und erdig. Beim Spaziergang mit F. überkam mich das Bedürfnis, mit den Händen in der Erde zu graben. Dabei mache ich mich eigentlich nicht wirklich gern schmutzig.
Zurück zu Hause nahm ich den Balkon wieder in Augenschein. Dort gibt es eine Menge zu tun. Er soll in diesem Sommer wieder wohnlich werden (voriges Jahr war ich ((auch)) in dieser Hinsicht ein Komplettausfall).
Ich muß mich daran gewöhnen, in kleinen Schritten zu denken, damit ich nicht frustriert nach wenigen Metern wieder aufgebe. (Vielleicht gilt das auch allgemein.)

Gelesen: Vytautas Bubnys, Dürstende Erde, Berlin und Weimar 1976. Der Klappentext - in sozialistischer Manier - müßte eher davon abhalten, das Buch zu lesen. Er geht komplett am Inhalt, an der eigentlichen Geschichte vorbei. Diese handelt von Litauen nach dem zweiten Weltkrieg, von den Problemen der Bevölkerung mit dem Sowjetstaat, von Großbauern und Neubauern und den Anfängen der Kolchosen.
Daß der Roman überhaupt veröffentlicht wurde, wundert mich. Der Held des Klappentextes - ein gewesener Knecht und nunmehriger Neubauer - ist nicht eigentlich der Held der Handlung. Der sogenannte Widersacher, der Großbauer - er hat die ganze und ungeteilte Liebe des Autors. Ab und an werden Dinge eingestreut, die nicht ins Bild passen. Anscheinend Kosmetik für die Partei. Diese Pinselstriche stören geringfügig. Genau wie das Ende des Romans - es paßt bei genauerer Betrachtung nicht ganz.
24.2.10 22:07


Relativ

Fünf Grad Celsius nach dem Winter fühlen sich viel wärmer an als fünf Grad Celsius nach dem Sommer.
24.2.10 16:05


*

Ich habe es verdrängt. Oder: ich habe es erst am Freitag wirklich begriffen. Dieser fragile Mensch in Krankenhaus, der Sterbende, der Tote ... das war D. --- Am Freitag eine Wucht von Bildern, und seither steht er mir die ganze Zeit vor Augen. Und das Leben macht keine Freude.
1.2.10 08:23


Nachmittags

Eine Dunstglocke hängt über der Stadt. Hier oben bei uns scheint die Luft klar zu sein. Heute morgen -18 °C, momentan -9.
Der kleine König und ich, wir vertreiben uns die Zeit: Bücher anschauen, Geschichtenlieder von Lakomy hören, Bausteine herumwerfen. Seine Majestät geruhen Popel ans Sofa zu schmieren - unabsichtlich (noch).
27.1.10 17:02


Olé

Der kleine König spielt bis halb elf in der Krippe. Solange habe ich jetzt noch Zeit, mich hinter die Bücher zu klemmen.
27.1.10 09:13


D. 9*1*10

Den Gedanken wieder aufnehmend: So einfach ist das, ja.

Jeder Mensch hat seinen Platz, und wenn er geht, hinterläßt er eine Lücke, die nur er allein füllen könnte.

Worum trauern die Hinterbliebenen? Man denkt: Um den, der gegangen ist. Aber warum sollte man um ihn trauern? Trauert man nicht eher um sich selbst - weil man allein zurückgelassen wurde?

Über den Tod kann man gut philosophieren, solange man ihn nicht ... ich kann den Satz nicht präzise beenden. Ich weiß ihn nicht zu Ende zu führen.

Ich weiß nur: Solange ich nicht betroffen bin, kann ich mir gute und vielleicht auch richtige Gedanken darüber machen. Über das Leben und über den Tod. Besonders über den Tod. Aber ... ihn auf der Bettkante sitzen zu sehen, ihn zu riechen ... da erstarrt alles. Zeit und Raum frieren ein.

Der Tod ist nicht edel und schön. Der Tod ist NICHTS.

Das Leben ist ALLES. Kategorien wie gut oder schlecht spielen hier keine Rolle. Das Leben an sich. Atem und Herzschlag.
25.1.10 22:04


Das ist es

Das Leben ist heilig. Gott ist das Leben. Alles ist ganz einfach.
14.12.09 22:19


Gespräche mit meinem Kind (noch: Monologe)

"Du darfst mit der Haarbürste spielen, aber du darfst sie nicht ins Klo werfen."
10.12.09 14:07


The bright side of life

Der Zwerg hat heute das erste Mal allein bei Oma übernachtet. Vermutlich ist er ja schon wach. Ich für meinen Teil dachte, daß ich dann mal ausschlafen kann. Fakt ist, daß ich seit halb fünf wach bin. Das ist eine Katastrophe. Ob ich es nochmal mit dem Bett versuche, oder ob ich lieber doch einen Kontrollanruf bei meinen Eltern mache?
Der Abnabelungsprozeß ist für eine Mutter wohl extrem schwer *g*.

Der Grund, weswegen ich mein Baby hergegeben habe, war das gestrige Klassentreffen. Alles wie immer, könnte ich sagen. Fünfzehn Jahre nach dem Abi sollten die Leute in ihrem Leben angekommen sein, und wenn nicht von außen irgend etwas Besonderes in ihren Alltag hineinschlägt, dann werden sich keine wesentlichen Änderungen mehr ergeben. Man könnte diesen Verlauf auch langweilig nennen, aber das ist immer nur der erste Eindruck. Die Oberfläche, an der man nicht kratzen will, weil sich darunter immer Tragödien verbergen. Das Leben eben. Auf einem Klassentreffen kommt man auch nicht zu tiefsinnigen Gesprächen. Schade, ist aber so. Bei einigen Leuten hätten mich Näheres, Persönlicheres durchaus interessiert.
Jane, die so steif und verstockt wirkte (eigentlich wie schon zu Schulzeiten). Kein Wort brachte sie von selbst über die Lippen, und auf Fragen gab sie einsilbige Antworten ... Irgendwas ist da, irgendwas war da schon immer - ich wüßte nur gern, ob sie wenigstens halbwegs glücklich ist in ihrem Leben.
Maja, die mit einem Redeschwall an Oberflächlichkeiten brillierte und wunderschön aussah.
Anja, ebenso schön, nur auf andere Art. Nur kurze Wortwechsel mit ihr - sie machte mir Komplimente, die man als Frau gern bekommt, zumal von einer anderen Frau. Da Anja generell an Frauen interessiert ist, gehe ich davon aus, daß sie über eine gewisse Fachkenntnis verfügt.
Melanie, die so einen gewissen Ausdruck im Gesicht hatte. Schwer zu beschreiben. Streng ist sie geworden, prüfend. Immer eine Augenbraue nach oben gezogen. Vielleicht ist das auch ein Nervenleiden, wer weiß ... Sie war auch komplett Oberfläche. Kein Durchkommen. Sie machte mir irgendwie Angst.
15.11.09 07:15


Andere, die das Land nicht so sehr liebten

Gänsehaut und Tränen in den Augen bei diesem Lied. Leider kann man es nicht einbetten - trotzdem anklicken und ansehen, unbedingt!



(Andere Wasserstandsmeldungen kommen später.)
4.11.09 19:25


Aus aktuellem Anlaß

In Deutschland sollte man sein Kind möglichst nicht länger als sechs Monate stillen. Zum einen bekommt man danach im Notfall (i.e. Milchstau) keine Milchpumpe mehr verschrieben, zum anderen könnte man eventuell dumm angeguckt werden. Schon Fragen wie Stillst Du noch? Wie lange willst Du noch stillen? empfinde ich (meist) als Einbruch in unsere Intimsphäre. Ich weiß nicht, wie lange ich stillen werde, aber ich will mein Kind so lange stillen, wie es für uns in Ordnung ist. Fritz wird nach und nach an feste Nahrung gewöhnt; schon jetzt ißt er mit uns Brot, Nudeln, Kartoffeln ... nur Brei lehnt er ab (er ist eben kein Baby *g*.)
Die WHO empfiehlt, ein Kind die ersten sechs Monate ausschließlich zu stillen, dann mit Beikost zu beginnen, jedoch bis zum zweiten Geburtstag oder darüber hinaus weiterzustillen (Quelle). Gut, vielleicht muß man sein sechsjähriges Kind nicht mehr unbedingt aus der Brust trinken lassen, aber eine Frau aus einem anderen Kulturkreis deshalb zu einer Haftstrafe zu verurteilen, das läßt mir den Atem stocken. "Hier geht es nicht um Kinderpflege, sondern um Sex", soll die Staatsanwältin gemeint haben, und ich möchte ihr unterstellen, daß sie keine Ahnung vom Thema hat. Meiner Erfahrung nach gibt es in Zusammenhang mit der Brust kaum etwas Unerotischeres als Stillen - zumindest für die Mutter (oder Amme). Daß unbeteiligte Dritte oder Vierte das nicht so empfinden mögen, steht auf einem anderen Blatt.

Jedenfalls hat Fritzchen mich heute abend gerettet und einen üblen Milchstau beseitigt. Aus Sicht der Krankenkassen dürfte ich sowas gar nicht mehr haben.
30.9.09 21:31


Eindeutig Herbst

Flipflops als Hausschuhe sind einigermaßen sexy. Allerdings kann man sie nicht gemeinsam mit normalen Socken tragen. Ich weiß, es gibt Zehensocken, aber sowas besitze ich nicht. Ist auch bestimmt nicht sexy.
Ich war versucht, die Heizung aufzudrehen, habe mich dann aber umentschieden und trage nun Socken und Turnschuhe. Extrem unsexy, vor allem zum Rock.
29.9.09 18:48


Ave Caesar

Das paßt jetzt so richtig. Heil dem neuen Vizekanzler.

29.9.09 09:04


Und was noch gesagt werden muß:

Metallica ist kein Damenchor!

(Bin gespannt, wann ich mal wieder Muße für einen längeren Eintrag habe ...)
25.9.09 14:59


Zweierlei Bedeutung möglich

Gerade habe ich ausgerechnet, daß ich monatlich im Durchschnitt 200 Euro mehr ausgebe, als mir zur Verfügung stehen
25.9.09 14:58


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